Aktuelles (21.07.2007)

Krimi-Autoren lockten 150 Fans in die Fabrik
Zweite Lesung bei Kirson / Volker Klüpfel und Michael Kobr stellten „Kommissar Kluftinger" vor

MAUERN (jd). Eine deutliche Steigerung bei der Zahl der Besucher erlebte die zweite Lesung, die die Firma Kirson in einer Fabrikhalle veranstaltete. Mehr als 150 Literaturfans wollten diese Woche die beiden Krimiautoren Volker Klüpfel und Michael Kobr, Schöpfer von „Kommissar Kluftinger', erleben.

Kirson-Geschäftsführer Jörg Göhl hatte damit allen Grund zur Freude, als er die Lesung, die er gemeinsam mit Silke Nagel (Buchhandlung Nagel, Abensberg) organisiert hatte, eröffnete Über 150 Besucher bedeuteten. dass rund die Hälfte mehr Bücherfans gekommen waren als ein Jahr zuvor. Göhl fühlte sich denn auch bestätigt, als er erklärte, wie wichtig Bücher- und Lesen sind Ausbildung und Weiterbildung seien für Arbeitnehmer an einem teueren Wirtschaftsstandort wie Deutschland unerlässlich, wolle man sich nicht von ausländischer Konkurrenz überholen lassen.

„Lesen ist insoweit womöglich die wichtigste Voraussetzung überhaupt`, meinte Göhl und lieferte den beiden Autoren damit eine Steilvorlage. „Wir wussten: gar nicht, dass wir hier einent Bildungsauftrag haben", antworteten die und kalauerten sich anschließend durchs Vorprogramm ihrer Lesung.

Darin stellten sie „Seegrund", den zweiten Band ihrer Kluftinger-Krimis vor, der wie auch die beiden übrigen Bände, die bisher erschienen sind, ein ungeheurer Verkaufserfolg geworden sind. Allein „Seegrund" stand neun Monate in den Bestsellerlisten von „Spiegel" und „Focus".

Mit der Figur des Kommissar Kluftinger und seinen Fällen ist den beiden Schriftstellern aus dem Allgäu ein kleiner Geniestreich gelungen. Einerseits haben sie Figuren wie Columbo oder Kommissar Thiel („Tatort") um eine weitere schnodderige Variante bereichert. Andererseits haben sie den Ermittler in einem sehr ländlichen Milieu, dem Allgäu. verankert und damit erfolgreich auf einen Trend gesetzt, der derzeit gern als Regionalkrimi bezeichnet wird. Zudem, und das wird zum Beispiel in „Seegrund" intensiv betrieben, setzen Cobr und Klüpfel auf zahlreiche Gags. Gaglieferant ist natürlich der Komissar selbst und so gibt es bereits auf den ersten hundert Seiten des Buches viel zu lachen. dass man sich fragen möchte: Wann wird's endlich so richtig spannend?

Wie auch immer. Das Publikum in der Kirson-Versandhalle hatte seinen Spaß bei der eineinhalbstündigen Lesung, was die zahlreichen Lacher belegten.

Die Lesung endete, wie sie begonnen hatte: mit einem Gag. Zuletzt gaben die Autoren den Besuchern noch den Tipp: „Nehmen Sie immer ein gutes Buch mit ins Bett! Oder einen, der gerade eines gelesen hat. Einen? Eine!"

Wer mehr Unterhaltung will, muss lesen. Langeweile kommt bei Kluftinger garantiert nicht auf.