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Krimi-Autoren lockten 150 Fans in die Fabrik
Zweite Lesung bei Kirson / Volker Klüpfel und Michael Kobr
stellten „Kommissar Kluftinger" vor
MAUERN
(jd). Eine deutliche Steigerung bei der Zahl der Besucher
erlebte die zweite Lesung, die die Firma Kirson in einer
Fabrikhalle veranstaltete. Mehr als 150 Literaturfans wollten
diese Woche die beiden Krimiautoren Volker Klüpfel und Michael
Kobr, Schöpfer von „Kommissar Kluftinger', erleben.
Kirson-Geschäftsführer Jörg Göhl hatte damit allen Grund zur
Freude, als er die Lesung, die er gemeinsam mit Silke Nagel
(Buchhandlung Nagel, Abensberg) organisiert hatte, eröffnete Über
150 Besucher bedeuteten. dass rund die Hälfte mehr Bücherfans
gekommen waren als ein Jahr zuvor. Göhl fühlte sich denn auch
bestätigt, als er erklärte, wie wichtig Bücher- und Lesen
sind Ausbildung und Weiterbildung seien für Arbeitnehmer an
einem teueren Wirtschaftsstandort wie Deutschland unerlässlich,
wolle man sich nicht von ausländischer Konkurrenz überholen
lassen.
„Lesen
ist insoweit womöglich die wichtigste Voraussetzung überhaupt`,
meinte Göhl und lieferte den beiden Autoren damit eine
Steilvorlage. „Wir wussten: gar nicht, dass wir hier einent
Bildungsauftrag haben", antworteten die und kalauerten sich
anschließend durchs Vorprogramm ihrer Lesung.
Darin
stellten sie „Seegrund", den zweiten Band ihrer
Kluftinger-Krimis vor, der wie auch die beiden übrigen Bände,
die bisher erschienen sind, ein ungeheurer Verkaufserfolg
geworden sind. Allein „Seegrund" stand neun Monate in den
Bestsellerlisten von „Spiegel" und „Focus".
Mit der Figur des Kommissar Kluftinger und seinen Fällen ist
den beiden Schriftstellern aus dem Allgäu ein kleiner
Geniestreich gelungen. Einerseits haben sie Figuren wie Columbo
oder Kommissar Thiel („Tatort") um eine weitere
schnodderige Variante bereichert. Andererseits haben sie den
Ermittler in einem sehr ländlichen Milieu, dem Allgäu.
verankert und damit erfolgreich auf einen Trend gesetzt, der
derzeit gern als Regionalkrimi bezeichnet wird. Zudem, und das
wird zum Beispiel in „Seegrund" intensiv betrieben,
setzen Cobr und Klüpfel auf zahlreiche Gags. Gaglieferant ist
natürlich der Komissar selbst und so gibt es bereits auf den
ersten hundert Seiten des Buches viel zu lachen. dass man sich
fragen möchte: Wann wird's endlich so richtig spannend?
Wie auch immer. Das Publikum in der Kirson-Versandhalle hatte
seinen Spaß bei der eineinhalbstündigen Lesung, was die
zahlreichen Lacher belegten.
Die
Lesung endete, wie sie begonnen hatte: mit einem Gag. Zuletzt
gaben die Autoren den Besuchern noch den Tipp: „Nehmen Sie
immer ein gutes Buch mit ins Bett! Oder einen, der gerade eines
gelesen hat. Einen? Eine!"
Wer mehr Unterhaltung will, muss lesen. Langeweile kommt bei
Kluftinger garantiert nicht auf.
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