Aktuelles (15.07.2008)

 

Kirson erhöht seine Ausbildungsquote

Lehrer bereits ein fünftes Mal bei Kirson im Chefsessel

Kirson-Mitarbeiter spenden fast 5.000 Euro für Birma

Kirson sponsert Autorenlesungen an Schulen

Betreuungsangebote schützen vor Kinderarmut

 

Neuer Ausbildungsgang nur für Hauptschüler
Kirson erhöht seine Ausbildungsquote


Die Kirson GmbH genießt bei den Schulen im Landkreis Kelheim als Ausbildungsbetrieb einen guten Ruf. Die Ausbildungsquote der letzten Jahre befand sich immer im oberen einstelligen Prozentbereich. Mit Ausnahme des Schulabgangsjahrgangs 2006 konnte die Neustädter Firma seit dem Abgangsjahrgang 2003 alle Auszubildenden übernehmen. Angesichts des hohen Aufwands, den das Unternehmen für die Auszubildenden betreibt, müßte man alles andere als fahrlässig bezeichnen.

Im Juni 2008 befanden sich zehn junge Mitarbeiter in der Ausbildung. Dies entspricht bei einer Belegschaftsstärke inklusive Auszubildenden von 113 Mitarbeitern einer Ausbildungsquote von fast neun Prozent. Zwei Auszubildende beenden nach erfolgreicher Abschlußprüfung im Juli 2008 ihre Ausbildung als Industriekauffrau und Betriebswirtin (VWA) und werden im Anschluß vom Unternehmen übernommen.

Mit dem neuen Ausbildungsjahrgang 2008/09 wird die Ausbildungsquote auf nahezu zwölf Prozent ansteigen. Dieser Anstieg um 33 Prozent ist auch darauf zurückzuführen, daß Kirson ab dem neuen Ausbildungsjahr erstmals zwei Ausbildungsstellen zum Maschinen- und Anlagenführer (Textiltechnik) besetzt.

Beim Maschinen- und Anlagenführer handelt es sich um eine nur zwei Jahre dauernde Ausbildung, die sich speziell an Hauptschulabgänger wendet, die aufgrund ihrer schulischen Leistungen nicht unbedingt zu den Jahrgangsbesten gehören. Bei dieser Ausbildung stehen praktische Aspekte im Vordergrund. Auszubildende, die während ihrer Ausbildung vom Ehrgeiz gepackt werden, können bei guter Eignung ein drittes Jahr anhängen und dann die Prüfung zum Textilmechaniker ablegen.

Kirson-Geschäftsführer Jörg Göhl nennt zwei wichtige Gründe für die Schaffung dieses neuen Ausbildungsangebots. Während man bis vor wenigen Jahren gelegentlich noch Hauptschüler sowohl für die kaufmännischen wie auch technischen Berufe eingestellt habe, seien die Anforderungen der Berufsschulen wie auch die Aufgaben am Arbeitsplatz dermaßen anspruchsvoll geworden, daß man mittlerweile fast nur noch Realschüler bei der Ausbildungsplatzvergabe berücksichtigen könne. Durch den neuen Ausbildungsgang könne man wieder regelmäßig Hauptschülern eine Lehrstelle anbieten. Hierdurch bestehe die Möglichkeit, später vielleicht doch noch Talente zu entdecken, die sich nicht auf den ersten Blick zeigten.

Der zweite – ebenso wichtige – Grund sei, daß man bei der Besetzung von Arbeitsplätzen in der Produktion zwar Wert auf eine abgeschlossene Ausbildung lege, aber im Landkreis Kelheim so gut wie nie Mitarbeiter finde, die einen textilen Ausbildungshintergrund hätten. Durch das neue Ausbildungsangebot hoffe man, sich langfristig besser auf die textilen Belange hin qualifizierte Mitarbeiter heranziehen zu können.

 

Riedenburger Realschullehrer bei Kirson
Lehrer bereits ein fünftes Mal bei Kirson im Chefsessel


2003 beteiligte Kirson sich zum ersten Mal an der bayernweiten Aktion „Lehrer im Chefsessel“, die zu einem besseren Verständnis zwischen den Schulen und der Geschäftswelt beitragen soll. Mit dem Besuch des 2. Realschulkonrektors der Riedenburger Johann-Simon-Mayr-Schule, Herrn Thomas Dachs, beteiligte Kirson sich nun bereits zum fünften Mal an dieser Aktion.

Geschäftsführer Jörg Göhl verfügt mittlerweile schon über einige Routine für diesen besonderen Tag. Im Anschluß an einen Firmenrundgang und eine Vorstellung des Unternehmens, richtete Göhl es ein, daß Thomas Dachs an einigen Besprechungen teilnehmen konnte, um so einen unverfälschten Eindruck von der Arbeit in einem Industrieunternehmen zu gewinnen.

Neben einer Vorbesprechung zur Durchführung eines Lean-Management-Audits bestimmter Maschinenführer konnte Dachs auch dem Besuch eines externen Schulungsanbieters, der für die Kirson-Mitarbeiter eine Schulung zu den Gefahren im Umgang mit dem Internet konzipieren soll, beiwohnen.

Der Riedenburger Lehrer, der an seiner Schule auch Wirtschaft unterrichtet und sich im Landkreis in Arbeitskreisen, die die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule fördern, engagiert mitarbeitet, zeigte sich sehr interessiert an den Abläufen bei Kirson. Im nächsten Schuljahr wird Geschäftsführer Göhl zu einem Gegenbesuch in Riedenburg erwartet.

Das Erinnerungsfoto zeigt Thomas Dachs mit Jörg Göhl am Lean-Informations-Center in den Produktionsräumlichkeiten von Kirson. Am Tag des Besuchs wurde damit begonnen, einen permanenten „Messestand“ für alle Firmenangehörige zu bestücken. Mithilfe der Informationswände werden die Mitarbeiter über alle laufenden Projekte der Einführung von Lean Management bei Kirson informiert. Lean Management ist ein Konzept, welches auf den Automobilhersteller Toyota zurückgeht und in Deutschland erstmals erfolgreich von Porsche umgesetzt wurde. Bei Lean Management werden Arbeitsprozesse kontinuierlich verbessert und konsequent alle Verschwendungen in der Produktion und den Verwaltungsabteilungen eliminiert.
Weitere Informationen über die seit acht Jahren stattfindende Aktion „Lehrer im Chefsessel“ finden Sie unter dem folgenden Link:

www.lehrer-im-chefsessel.de

 

 

Betriebsausflug anläßlich des 45. Firmenjubiläums
Kirson-Mitarbeiter spenden fast 5.000 Euro für Birma


2008 feiert die Kirson GmbH ihr 45. Betriebsjubiläum. Aus diesem Anlaß unternahmen drei Viertel der Belegschaft einen Betriebsausflug ins Rheinland. Das Programm begann mit einem Besuch im Rheinischen Industriemuseum Cromford in Ratingen. Dieses Museum befindet sich in der ersten wirklichen Fabrik (nicht Manufaktur), die auf deutschem Boden gegründet wurde. Interessant war der Besuch insbesondere deshalb, weil es sich hierbei um eine Textilfabrik, die damals zwar noch keine technischen Produkte, sondern Baumwollgarne herstellte, handelt.

Höhepunkte des dreitägigen Ausflugs waren der Besuch des ABBA-Musicals „Mamma Mia“ in Essen sowie der Festakt in der Kölner Brauereigaststätte „Früh“ anläßlich des 45. Betriebsjubiläums. Geschäftsführer Jörg Göhl stimmte im Rahmen seiner Ansprache die Belegschaft auf die ambitionierten Ziele für die nächsten fünf Jahre bis zum 50. Jubiläum des Unternehmens ein. Jedem Mitarbeiter wurde zur besseren Identifikation mit den Zielen eine Anstecknadel ans Revers der festlichen Kleidung geheftet. 

Weil es seit einigen Jahren häufiger vorkommt, daß angemeldete Leute zum Abfahrtszeitpunkt nicht erscheinen, verlangt auch die Kirson GmbH bei bestimmten Veranstaltungen die Zahlung eines sogenannten „Vertrauensgelds“, welches die Teilnehmer nur dann zurückerstattet bekommen, wenn sie auch wirklich an der Veranstaltung teilnehmen. Angesichts der wenige Wochen vor dem Betriebsausflug stattgefundenen Flutkatastrophe in Birma schlug Geschäftsführer Göhl den Ausflugsteilnehmern vor, das Vertrauensgeld für Birma zu spenden. Um den Anreiz zu erhöhen, bot er an, daß die Firma die Spendensumme, die sich aus dem Vertrauensgeld und weiteren Spenden zusammensetzen könne, zu verdoppeln.

Wohl auch, weil der Betriebsausflug den Teilnehmern außerordentlich gut gefiel, verlangte fast niemand die Auszahlung des Vertrauensgeldes, so daß inklusive einiger zusätzlicher Spenden 2.320 Euro zusammenkamen. Durch das „Aufsatteln“ der Kirson GmbH kamen somit insgesamt 4.640 Euro zusammen, also fast 5.000 Euro, die an die Aktion „Deutschland hilft“ für Birma gespendet wurden.

Zeitungsartikel aus der MZ als PDF-Datei


Erste Eindrücke nach der Bahnanreise aus dem Süden vor dem Kölner Dom


Ein Drittel der Mitarbeiter vor dem Herrenhaus der Textilfabrik Cromford in Ratingen


Eins der Fenster im Kölner Dom stammt aus Bayern, was die Geführten natürlich besonders zu würdigen wissen


Im Rahmen der Kölner Stadtführung darf ein Besuch bei den Bronzefiguren der Kölner Stadtoriginale „Tünnes un Schäl“ nicht fehlen


Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Boy bedankt sich im Namen der mitgereisten Kollegen für den schönen Ausflug, die hervorragende Organisation und die gelungene Förderung des Gemeinschaftsgeists der Belegschaft


Bei einem Ausflug ins Rheinland darf eine Weinprobe nicht fehlen. Um die Gäste aus Neustadt an der Donau zu grüßen, kommt die Leutesdorfer Weinkönigin extra ins Weingut Mohr & Söhne, wo die Kirson-Mitarbeiter sich für die Rückreise stärken.


 

Kirson läßt lesen
Kirson sponsert Autorenlesungen an Schulen

Nachdem Kirson in den vergangenen beiden Jahren mit großem Erfolg zwei Autorenlesungen in der Versandhalle durchgeführt hat, hielt man die Zeit für reif, es auch mal außerhalb des Firmengeländes zu versuchen. Weil das Unternehmen als Betrieb mit überdurchschnittlich hoher Ausbildungsquote ständig auf der Suche nach vielversprechenden Auszubildenden ist, war das Management sich schnell einig, daß man an lokalen Schulen eine Autorenlesung sponsert und dies mit etwas Werbung für Kirson verbindet.

Gemeinsam mit der Buchhandlung Nagel aus Abensberg galt es, einen geeigneten Jugendbuchautor ausfindig zu machen. Nach einiger Zeit des Sichtens der aktuellen Jugendliteratur fiel die Wahl auf Christoph Wortberg aus Köln.

Am 17. April 2008 las der Autor zuerst an der Johann-Turmair-Realschule in Abensberg vor Achtklässlern aus seinem Buch „Die Farbe der Angst“. Vielleicht auch, weil es für den Autoren langweilig gewesen wäre, innerhalb eines Vormittags zweimal aus dem gleichen Werk vorzulesen, schlug er einige Stunden später den Achtklässlern des Johannes-Nepomuk-Gymnasiums in Rohr vor, aus seinem jüngsten, bis dato noch nicht veröffentlichten Romans „Easy“ vorzulesen.

Die Gymnasiasten ließen sich gerne auf die vorgeschlagene Premiere ein. Christoph Wortberg gelang es an beiden Schulen äußerst schnell, einen guten Draht zu dem jungen Publikum herzustellen. Mithilfe von Fragen konnten auch die wenigen, eher zurückhaltenderen Schüler schnell für die spannenden Texte aus der Lebenswelt der jungen Leute gewonnen werden.

Wortberg hatte den Schülern erklärt, daß er von der Ausbildung her Schauspieler sei. Der ein oder andere kannte ihn auch aus einer Rolle in der ARD-Dauerserie „Lindenstraße“. Sein Geld verdiene der Autor in erster Linie leider nicht mit dem Schreiben von Jugendbüchern, sondern als Autor von Drehbüchern, u.a. für die Serien „Tatort“ und „Der letzte Zeuge“.

Als Wortberg im Anschluß an die Vorstellung seiner Bücher den Schülern anbot, ihnen mal zu zeigen, wie ein Drehbuch entsteht und aussieht, war er an seinem Laptop sogleich von einer Traube Schülerinnen umringt. Womöglich träumen nicht alle von einem Ausbildungsplatz bei Kirson, sondern mehr von einer Karriere als Schauspielerin.


C. Wortberg liest an der Abensberger Realschule aus seinem Jugendkriminalroman: „Die Farbe der Angst“
      


Wie ein Drehbuch aussieht, interessiert vor allem die Schülerinnen.


Der in Kürze erscheinende Roman „Easy“ über einen Schüler, der sich bereits um seine jüngeren Zwillingsgeschwister und den Haushalt kümmern muß, weil die Mutter ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt, berührt die Gymnasiasten sehr und führt zu vielen Fragen an Christoph Wortberg, die dieser gerne beantwortet.

 

 

Weihnachtsspende 2007
Betreuungsangebote schützen vor Kinderarmut


Wenn die Weihnachtskarten für die Grüße an die Geschäftspartner gedruckt werden, steht noch nicht immer fest, wer die Weihnachtsspende der Kirson GmbH erhalten soll. Deshalb enthielt auch die letztjährige Grußkarte nur den Hinweis, daß Kirson ca. 12.500 Euro spenden wolle. Im Spätjahr entschied man sich bei Kirson dann, Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder und Schüler zu unterstützen.

Hierzu paßten die Forderungen einer kurz vor Weihnachten veröffentlichten OECD-Studie, aus der Geschäftsführer Jörg Göhl anläßlich einer kleinen Feierstunde zitierte: „Wer heute erreichen will, daß mehr Kinder geboren werden, muß eine verläßliche Kette der Betreuung aufbauen, um Frauen wie Männern zu ermöglichen, schnell in den Beruf zurückzukehren und dort auch einsatzfähig und erfolgreich zu sein. (...) Die wirksamste Strategie gegen Kinderarmut ist es, den Eltern die Ausübung ihres Berufs zu ermöglichen.“

Nachdem das Geschäftsjahr 2007 außerordentlich erfolgreich verlaufen war und man im Kreis der Führungskräfte entschieden hatte, zusätzlich einige öffentliche Bibliotheken in den Städten Abensberg und Neustadt an der Donau zu unterstützen, wurde die Gesamtsumme von 17.000 Euro an die Vertreter der beschenkten Einrichtungen überreicht.

Je 4.000 Euro gingen an die Kinderkrippe Abensberg sowie die Volksschulen Abensberg und Neustadt an der Donau. Über je 1.250 Euro konnten die öffentlichen Büchereien in Abensberg, Bad Gögging, Neustadt an der Donau und Offenstetten sich freuen.


Das obligatorische Foto der Spendenempfänger mit den Kirson-Führungskräften Reinhard Ferch (zweiter von links) und Markus Kirzinger (dritter von rechts).


Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung als PDF-Datei