Chronik

1962

Alfons Kirzinger ist Mitinhaber einer Weberei, der Fatege in Neustadt / Donau. Er hat die Idee, eine Maschine zu bauen, mit der offene Gitterstrukturen erheblich schneller hergestellt werden können, als er es von den herkömmlichen Webstühlen gewöhnt ist.


Alfons Kirzinger


Horst Kirzinger

1963 Vater Alfons und sein Sohn Horst Kirzinger gründen die Kirson Patentverwertung und Vertriebsgesellschaft mbH (= Kirzinger & Sohn).

Ein Produktionsgebäude wird errichtet. Die Firma beschäftigt zum Jahresende neben den beiden Inhabern drei weitere Mitarbeiter. Es werden ausschließlich diagonale Gelege mit sogenannten Schlagarmmaschinen hergestellt.

1964 Mehrere Parketthersteller können als Kunden gewonnen werden. Der Personalbestand wächst auf zehn Mitarbeiter. Schon in den 60er Jahren werden Kirson Gelege nach Übersee, u.a. nach Südamerika geliefert.
1965 Eine zweite Produktionshalle wird gebaut. Die Verwaltungsarbeiten können nicht mehr nebenbei miterledigt werden. Eine erste Mitarbeiterin für die Verwaltung wird eingestellt. Der Personalstand wächst auf zwölf Mitarbeiter.


Die Hallen 1 und 2 (von rechts nach links)

1967 Die "Kunststoffabteilung" wird gegründet. Geschäftszweck ist die Herstellung von glasfaserverstärkten Kunststoffteilen, u.a. stapelbare Container, große Abwasserbehälter, Futtermittel behälter, Parkbänke und Sonderteile. Der Personalstand erreicht bis zum Jahresende 21 Mitarbeiter.


Anfertigung von Werbefotos für die Kunststoffabteilung Anfang der 70er Jahre

1972 Der Firmengründer Alfons Kirzinger verstirbt plötzlich und unerwartet. Der Vertrieb wird neu organisiert.
1973 Die vierte Produktionshalle wird gebaut. Der Mitarbeiterstand erreicht 30 Personen, wovon fünf mittlerweile nur noch Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten wahrnehmen.
1975 Die Peter August Lückenhaus GmbH aus Wuppertal beteiligt sich zu 74 Prozent an der Kirson GmbH. Dem Hersteller von Gittergeweben erscheint die Kirson-Technologie als eine sinnvolle Ergänzung des eigenen Lieferprogramms.
1976 Der erste kaufmännische Auszubildende wird eingestellt. Seit diesem Jahr bildet Kirson regelmäßig im Berufsbild Büro-/Industriekaufmann und seit 1983 auch im Berufsbild Industriemechaniker (BT) aus.
Frühere Auszubildende, die heute in anderen Firmen arbeiten, bei einem Treffen in der "alten" Ausbildungsfirma im Jahr 2000
1980
Durch den Brand 1980 beschädigtes Dach der Halle 6
Nachdem die Behälterverkäufe sich in den letzten Jahren rückläufig entwickeln, wird die "Kunststoffabteilung" stillgelegt. Kirson beschäftigt sich nur noch mit der Herstellung von diagonalen und rechtwinkligen Gelegen.

 

Ein großer Brand vernichtet im November fast komplett die erst im Jahr 1977 erbaute Halle 6. Dank der tatkräftigen Mithilfe aller Mitarbeiter bei eisigen Temperaturen kann die Produktion bald schon wieder aufgenommen werden.

1983 Die Halle 7.0 wird gebaut
1987 Mit dem Bau der Halle 7.1 wird die Halle 7.0 erweitert
1991 Die Hallen 8 und 8.E werden gebaut.
1993 Die seit vielen Jahren im Einsatz befindliche Technologie zur Herstellung von rechtwinkligen Gelegen wird durch eine wichtige Erfindung spürbar verbessert. Es wird möglich, die offenen Gelege mit sehr gleichmäßigem Aussehen herzustellen.
Die Lückenhaus GmbH in Wuppertal wird von der Mehler AG in Fulda übernommen.

1997 Die Kirson-Anteile der Lückenhaus GmbH gehen zum Jahresende auf die mittlerweile vom Daun Konzern übernommene Mehler AG über. Die Mehler AG wird Teilkonzern der börsennotierten KAP AG mit Sitz in Stadtallendorf.

1999 Der Mitgründer der Firma, Horst Kirzinger, und sein langjähriger Geschäftsleitungskollege Reiner Kirch treten in den Ruhestand.


Horst Kirzinger und Reiner Kirch

2000 Umbenennung des Unternehmens in Kirson Industrial Reinforcements GmbH.

Mit der M 40 hält eine weitere neue Technologie zur Produktion von Gelegen Einzug. Die Technik unterscheidet sich gravierend von den bisherigen Entwicklungen bei Kirson sowie  allen bekannten Verfahren der Wettbewerber.

2001 Durch die Stilllegung der M 22 verabschiedet Kirson sich von der Diagonaltechnologie und konzentriert sich fortan ausschließlich auf die Herstellung rechtwinkliger Gelege.
Diagonalgelege
2002 Mit dem Bau der Halle 7.2 werden die Voraussetzungen für eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen geschaffen. Es gelingt, durch die installierte Technik die Rüstzeiten der Maschinen spürbar zu reduzieren.
Halle 7.2 nach Fertigstellung im November 2002
2003 Der Mitarbeiterstand erreicht zum ersten Mal in der Firmengeschichte 90 Personen. Die Fertigstellung sowie Konzeptionierung je einer weiteren Produktionsmaschine dienen dazu, die in den letzten Jahren stark gestiegene Nachfrage nach Kirson Gelegen zu erfüllen.
2004 Der Bau eines Warenlagers (Halle 9) erhöht die Hallenfläche um 2.100 qm auf nunmehr 11.100 qm.
2006 Im Frühjahr findet eine Lesung mit dem aus Polen stammenden Autoren Radek Knapp statt. Inmitten des neuen Fertigwarenlagers begeistert er das Publikum mit „Herrn Kukas Empfehlungen“

Mit der M 60 wird eine Hochleistungsmaschine zur Herstellung von Gelegen für die PVC-Dachbahnindustrie in Betrieb genommen. Die Maschine fertigt mit der doppelten Geschwindigkeit der bisher leistungsstärksten Maschinen.

Die Erweiterung der Halle 9 um 1.300 qm schafft die Voraussetzungen für erhebliche Prozeßverbesserungen bei den Rüstarbeiten.

Die Mitarbeiterzahl erreicht zum Jahresende 100.


Radek Knapp liest aus seinen Werken